FAKTEN

  • In Deutschland gibt es etwa 80.000 Gehörlose. 
  • Man schätzt, dass 19% der deutschen Bevölkerung über 14 Jahre hörbeeinträchtigt ist. Das bedeutet: in Deutschland leben 13,4 Millionen schwerhörige Menschen, davon sind ca. 7,5 Millionen leichtgradig, ca. 4,7 Millionen mittelgradig, ca. 1 Million hochgradig und 200.000 Menschen an Taubheit grenzend schwerhörig 
  • Mit zunehmendem Alter nimmt der Prozentsatz der Schwerhörigen zu: 1% der 14- bis 19-Jährigen ist schwerhörig, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 5%, bei den 50- bis 59-Jährigen sind es 25% und bei den Menschen, die 70 Jahre und älter sind, geht man von 54% aus. Andererseits: 10 % der 80-Jährigen hören normal gut. 
  • Der Anteil der ‚zentralen Hörstörungen’, also der Hörstörungen, die nicht auf einer Schädigung des Hörorgans beruhen sondern auf einer Funktionsstörung im Gehirn, liegt unter 1%. 
  • Vom Usher-Syndrom, der genetischen Erkrankung, bei der zu der Hörschädigung im Erwachsenenalter noch eine Sehbehinderung dazu kommt, sind 3-5% der Hörgeschädigten betroffen. Für die Gesamtbevölkerung werden 3 Fälle auf 100.000 Einwohner angenommen. 
  • Nur 10% der Kinder gehörloser Eltern sind auch gehörlos. 

STICHWORTE

Dolmetscher

Unterstützung

Kirchen mit Induktionsschleifen

Hören

Hörschädigungen
(CI-TrägerInnen, Ertaubung, Gehörlosigkeit,
Hörschädigung, Schwerhörigkeit,
Ursachen, Zentrale Hörstörungen)

Hör-Test

Kommunikation mit Hörgeschädigten 

Zitate

Links

 

 

... und noch ein paar interessante Daten:

 
  • Zwischen dem ersten spürbaren Eintreten einer Hörminderung bis zum Aufsuchen eines HNO-Arztes vergehen bei Erwachsenen im Durchschnitt sieben Jahre
  • Schätzungen zufolge hat nur jeder 10. Schwerhörige ein Hörgerät, wobei ein erheblicher Prozentsatz davon nicht getragen wird 
  • Jährlich werden den Berufsgenossenschaften fast 10.000 neue Fälle von Lärmschwerhörigkeit gemeldet 
  • Bei länger dauernden Belastungen durch einen Schallpegel ab 90 dB wird unser Hörvermögen beeinträchtigt, bei einem Lärmpegel über 120 dB kann schon ein einmalig auftretendes Geräusch (Knalltrauma) zu einer dauerhaften Schädigung der Hörzellen im Innenohr führen. Ein paar Lautstärken zum Vergleich: 

    - Tropfender Wasserhahn: 20 db
    - Streichholz fällt auf den Tisch: 37 db 
    - Menschliche Stimme: 50 – 60 db 
    - Staubsauger: 70 db 
    - PKW in der Stadt: 80 db 
    - Föhn / vielbefahrene Straße: 83 db 
    - Quietsch-Entchen am Ohr: 90 db 
    - Kreissäge: 100 db 
    - Startendes Flugzeug: 110 – 140 db 
    - Laute Disco: 110 db 
    - Spielzeugpistole: 150 db
  • Für zwei Hörgeräte müssen Betroffene eine Eigenleistung bis 4.000 € erbringen – und das im Durchschnitt alle 6 Jahre. Dazu kommen die ständigen Kosten für die Batterien.
  • Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern wird ein Anteil von ca. 20% der Sendungen untertitelt, bei den meisten Privatsendern gibt es keine Untertitelung. GebärdensprachdolmetscherInnen werden nur bei sehr wenigen Sendungen eingeblendet.